Taufe
“Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.”
Schön, dass du dein Kind/ dich selbst taufen lassen möchtest!
Die Taufe ist das erste Sakrament. Als Christen feiern wir darin die existentielle Verbindung mit Jesus Christus, das Neugeborenwerden aus dem Glauben an die Auferstehung. Zugleich werden wir durch die Taufe in die christliche Gemeinschaft, die Kirche, hineingenommen. Niemand muss seinen Weg als Christ alleine gehen. Gemeinsam ist es uns aufgetragen, das Licht des Evangeliums in die Welt zu tragen.
Die Taufe sagt uns: du bist ein Kind Gottes. Gott geht den Weg des Lebens mit Dir. Das Sakrament der Taufe ist daher „unauslöschlich”. Gott zieht seine Zusage niemals zurück. Was auch immer sich im Leben eines Menschen ereignet, er wird nie seine Würde als Getaufter verlieren.
Ursprünglich baten Erwachsene nach einer längeren Zeit der Vorbereitung (Katechumenat) um die Taufe. Die Taufe, die Firmung und der Empfang der Eucharistie werden bis heute bei Erwachsenentaufen (im Idealfall in der Osternacht) in einer einzigen Feier gefeiert. Wird ein Kind getauft (wie es im Lauf der Kirchengeschichte üblich wurde), sind diese drei sogenannten „Initiations-Sakramente“ auf drei Feiern, die das Erwachsenwerden und Hineinwachsen in die Kirche begleiten, aufgeteilt.
Durch die zeitliche Nähe zur Geburt rückt im Fall einer Kindertaufe der Aspekt des Beginns eines Weges in den Vordergrund: Das Kind wird in der Taufe mit Wasser in das Leben Christi eingetaucht, in der Chrisamsalbung erhält es ein Zeichen der Stärkung und des Schutzes. Im weißen Kleid wird die Verbindung mit Jesus zum Ausdruck gebracht, mit der Taufkerze dem neuen Christen das Licht des Glaubens übergeben. Für Eltern ist die Taufe ihres Kindes Gelegenheit, Gott für das ihnen anvertraute Menschenleben zu danken und um den Segen für ihr Kind und ihre verantwortungsvolle Aufgabe zu bitten. Sie bekräftigen ihren Willen, ihre Tochter oder ihren Sohn nach bestem Vermögen auf ihrem/seinem Lebens- und Glaubensweg zu unterstützen und zu begleiten.
Die Taufe ist die Voraussetzung für den Empfang aller Sakramente.
Taufe – was muss ich tun?
Der erste Weg ist, dass du dein Kind/ dich zur Taufe in unserer Pfarrkanzlei anmeldest.
Für die Taufanmeldung eines Kindes benötigen wir die Geburtsurkunde und den Meldezettel des Täuflings.
Außerdem die Taufscheine der Eltern und Paten, und die standesamtliche Heiratsurkunde oder den kirchlichen Trauschein der Kindeseltern, sofern vorhanden.
Nach der Anmeldung in der Pfarrkanzlei vereinbaren wir einen Termin für das Taufgespräch. Dort erhältst du alle weiteren Informationen.
Für Erwachsenentaufen melde dich bei uns über das Pfarrbüro oder einen unserer Seelsorger. Dann besprechen wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise.
Der Ablauf der Taufe Druckvorlage Heftchen
Taufe Bibelstellen zur Auswahl




Eucharistie / Kommunion
„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“
Die Kirche hat von Jesus Christus im Abendmahlsaal ein wertvolles Abschiedsgeschenk bekommen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ sagte Jesus, als er mit seinen Jüngern das Brot brach und ihnen den Kelch reichte als Zeichen des Neuen Bundes. So ist die Eucharistiefeier zur Mitte der Gemeinschaft der Kirche geworden, zur Quelle, aus der sie alle Kraft schöpft.
In der Eucharistie werden Brot und Wein zum Zeichen der Liebe und Zuwendung Gottes zu uns Menschen: Brot, das sättigt und nährt. Wein: Zeichen des Überflusses, der Freude und des Festes. Zeichen für Jesus Christus, der auch mein Leben verwandeln kann.
Im eucharistischen Mahl werden Christen aller Zeiten und Orte zu dem, was sie empfangen: zum Leib Christi.
Informationen zur Erstkommunion 2025/26 in St. Ulrich
Krankenkommunion / Hauskommunion:
Wer aus gesundheitlichen Gründen (zeitweise oder auf Dauer) nicht mehr in die Kirche gehen kann, jedoch die hl. Sakramente empfangen will, möge dies bitte im Pfarrhof bekannt geben.
Bei Fragen treten Sie bitte über die Kontaktseite mit uns in Verbindung.

Firmung
“Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem heiligen Geist.”
Am Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden steht das Sakrament der Firmung. Es ist aus einer tiefen Einheit mit der Taufe heraus zu verstehen, als persönliche Entscheidung des Heranwachsenden für den in der Taufe grundgelegten Weg als Christ. Die Handauflegung und die Chrisamsalbung sind dabei Zeichen der Stärkung durch Gottes Geist. Gleichzeitig bezeichnen sie die Sendung, als mündiger Christ in der Kirche und in der Welt zu wirken.
Die Firm-Vorbereitung hat das Ziel, die Firm-Kandidaten auf ihrem Weg zur Firmung zu begleiten und zu einer bewussten Entscheidung für ein christliches Leben hinzuführen. Durch die intensive Beschäftigung mit der Botschaft des Glaubens wollen wir die uns anvertrauten Jugendlichen zu einem ehrfürchtigen und vertrauensvollen Menschen- und Gottesbild führen und ihnen den Übergang zu der Glaubenshaltung eines Erwachsenen ermöglichen.
Gemeinsam wollen wir entdecken, was Leben und Glauben heute heißen kann. Dabei hat das Leben als Christ immer auch eine gemeinschaftliche Dimension. Darum ist uns dieses Element der Gemeinschaft sehr wichtig: Die Gemeinschaft innerhalb der Firmgruppen, genauso aber auch die Gemeinschaft innerhalb unserer Gemeinde im Ganzen.
Informationen zur kommenden Firmvorbereitung in St. Ulrich

Versöhnung / Beichte
Bekennen der Schuld, Vergebung und neuer Anfang
„Jesus sagte: der Friede sei mit euch. Dann hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Joh 20,21-23
Die äußere Form des Buß-Sakramentes hat sich im Laufe der Zeit oft verändert. Sein Anliegen jedoch ist immer dasselbe geblieben: die Feier der Umkehr zu neuem Leben, die Feier der Wiederversöhnung mit Gott.
Das Sakrament der Versöhnung setzt das Erkennen der dunklen Seiten im Menschen voraus und das Bekennen dieser Schuld. Als Sakrament schenkt es uns die Zusage der Versöhnung mit Gott; es will uns Mut machen zur Versöhnung mit den Mitmenschen und mit uns selbst und so einen neuen Anfang ermöglichen.
Die heilige Beichte oder auch die Aussprache kann je nach Wunsch im Beichtstuhl in der Kirche oder im Aussprachezimmer in der Ulrichskirche oder im Pfarrhof (Kanzlei des Pfarrers) empfangen werden.
Bitte machen Sie sich einen Termin dazu mit dem Pfarrer aus.
Krankenbeichte / Hausbeichte:
Wer aus gesundheitlichen Gründen (zeitweise oder auf Dauer) nicht mehr in die Kirche gehen kann, jedoch die heiligen Sakramente empfangen will, möge dies bitte im Pfarrhof bekannt geben.
Ehe
“Ich verspreche dir die Treue in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und in Krankheit bis der Tod uns scheidet.”
Die Ehe ist als Sakrament ein Zeichen, das die Brautleute einander vor versammelter Gemeinde spenden. Die liebende Hingabe und Treue der Eheleute bilden dabei jenen Bund zwischen Christus und der Kirche ab, in den wir durch die Taufe hinein genommen wurden.
Das Wissen um das „Ja“, das Gott uns in Christus unwiderruflich zugesagt hat, soll es auch den Brautleuten ermöglichen, zueinander „Ja“ zu sagen und den Weg der Treue in guten wie in bösen Tagen miteinander zu gehen.
In der liturgischen Feier der Hochzeit bitten wir Gott um seinen Segen für diesen gemeinsamen Lebensweg.
Trauung – Ablauf der Feier in einem Wortgottesdienst
Trauung – Ablauf der Feier im Rahmen einer Eucharistiefeier
Bibelstellen zur Trauung
Informationen zur kirchlichen Trauung in St. Ulrich
Weihe
Berufung zum Dienst am Reich Gottes
Christliches Leben gründet im Sakrament der Taufe. Jeder Getaufte ist dazu berufen, im Hören auf Gottes Stimme die eigene Lebensaufgabe zu finden.
Eine besondere Form der Nachfolge Christi und des Dienstes an den Menschen wird im Sakrament der Weihe sichtbar. Es ist zugleich Ausdruck der persönlichen Berufung sowie der Beauftragung durch die Gemeinschaft der Kirche.
Priester leben entweder als Diözesanpriester der jeweiligen Diözese oder als Ordenspriester. Die Pfarre St. Ulrich ist der Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ inkorporiert, die Pfarrer sind daher seit Jahrhunderten überwiegend Mönche des Schottenstiftes.
Das Sakrament der Weihe umfasst drei Formen (Diakon, Priester und Bischof) und wird durch Handauflegung eines Bischofs gespendet:
Diakon
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ist das Diakonat wieder ein eigenständiges Weiheamt. Es wird sowohl von verheirateten als auch von unverheirateten Männern ausgeübt. Zum spezifischen Profil eines Diakons gehört es, dass er sich vorwiegend in den Dienst der Armen und Benachteiligten stellt. Die soziale Dimension von Kirche ist somit stark mit dem Dienenden und Helfenden – dem diakonalen Amt – verbunden.
Priester
Durch Handauflegung und Gebet des Bischofs wird der Diakon zum Priester geweiht. Er wird dazu beauftragt, sich wie Christus für Gott und die Menschen einzusetzen. Die Aufgaben eines Priesters sind sehr vielfältig. In der Pfarrseelsorge, in den Schulen, im Krankenhaus, Altenheim oder Gefängnis, in Forschung und Lehre, in Verwaltung und diözesanen Ämtern oder auch als Missionare können Priester tätig sein. Sie übernehmen Verantwortung für die Liturgie, die Verkündigung, für den Aufbau der kirchlichen Gemeinschaft sowie für caritative Tätigkeiten.
Bischof
Der Name „Bischof“ leitet sich vom griechischen Wort „episkopos“ ab, übersetzt Aufseher. Ein Diözesanbischof ist mit der Leitung einer Diözese betraut, ein Weihbischof dem Diözesanbischof als Unterstützung in bischöflichen Funktionen beigestellt. Zu den Aufgaben des Bischofs gehört es, zu lehren, zu heiligen und zu leiten. Ein Bischof übt sein Amt untereinander im Kollegium der Bischöfe verbunden aus – im Besonderen mit dem Bischof von Rom, dem Papst.
Krankensalbung
Zeichen der heilenden Nähe Gottes
„Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten! Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen. Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ Jak 5, 13-16
Das Sakrament der Krankensalbung ist Zeichen der heilenden Nähe Gottes. Im Gebet, in der Berührung und durch das Zeichen des Öls soll Gottes Heil dem Kranken erfahrbar werden. So kann dieses Sakrament kranken, geschwächten und älteren Menschen Trost und Kraft in ihrem Leiden schenken.
Die Krankensalbung ist weit mehr als die “letzte Ölung”. Sie ist eine geistliche und körperliche Stärkung und dient zur Heilung.
Da wir mehrmals im Leben ernsthaft erkranken können, spricht auch nichts dagegen, dieses Sakrament mehrmals zu empfangen.
Falls Sie für sich selbst oder einen Ihrer Angehörigen den Empfang dieses Sakramentes wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Pfarrbüro oder direkt mit Abt Nikolaus auf.
